Hornets kämpfen sich zum Unentschieden

Nach den Duellen mit den beiden Top-Teams aus Wuppertal und Nümbrecht folgte am gestrigen Samstag ein direktes Aufeinandertreffen zweier Tabellennachbarn. Die Hornets empfingen im heimischen Pulheimer Sportzentrum den TB Wülfrath. Das Hinspiel endete nach einer wahren Nervenschlacht mit 29:30 für die Hornets. Demnach stellte man sich bei den Grün-Weißen auf ein hartes Hauen und Stechen ein. Doch gerade die Partie gegen den Ligaprimus aus Nümbrecht am vergangenen Wochenende gab Anlass zur Hoffnung, als man mit einem dezimierten Kader lange mithalten konnte. Auch an diesem Wochenende war PSC – Coach Cirloganescu zum Improvisieren gezwungen, fehlten doch erneut zahlreiche Akteure krankheitsbedingt.

Die Hausherren starteten gut in die Begegnung und legten durch Klück per 7m und Bartsch sehenswert von außen mit 2:0 vor. Die Gäste trugen sich jedoch umgehend auf die Anzeigetafel ein und so entwickelte sich eine offene Partie. In der Anfangsphase waren es jedoch die Hornets, die sich leichte Vorteile erspielen konnten, was an einem guten Torhüter-Abwehr-Paket lag. Gerade Schlussmann Tim Giesen glänzte bereits früh mit einer Reihe von starken Paraden, darunter einem Siebenmeter. Beide Mannschaften neutralisierten sich geradezu, sodass die Hornets zwar immer wieder vorlegen konnten, doch die Gäste wiederholt den Anschluss herstellten. Kleinere Nachlässigkeiten der Grün-Weißen nutzte Wülfrath jedoch, um das Momentum zu ergreifen und selbst in Führung zu gehen (9:10, 19.) Diese Führung konnten sie auch bis zur 23. Spielminute behaupten, doch dann fingen sich die Hornets vor allen Dingen defensiv wieder und drehten den Spieß um. Durch einen aufopferungsvollen Kampf in der Deckung erkämpfte man sich Bälle und konnte kurz vor der Halbzeit auf drei Treffer enteilen. Folgerichtig ging man mit 16:13 und eigener Überzahl in die Pause.

Dann trat das ein, was diese Saison als typische Pulheimer Krankheit bezeichnet werden kann. Die Grün-Weißen verweilten mit Anpfiff der zweiten Hälfte noch in einer Tiefschlafphase und trafen in eigener Überzahl katastrophale Fehlentscheidungen. So schmolz der Vorsprung binnen weniger Minuten zusammen und schlimmer noch; in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs gelangen dem PSC lediglich drei eigene Treffer, sodass die Gäste die Partie zu ihren Gunsten drehen konnten. Erst in der 48. Spielminute gelang der Ausgleich durch Klück, doch die Partie entwickelte sich nun zum Nervenkrimi. Gestützt auf einem immer stärker werdenden Tim Giesen im Tor gelang es den Hornets die Partie erneut zu drehen. Koch wurde am Kreis mustergültig freigespielt und erzielte das 28:27. Eine Zeitstrafe gegen Gelbke nutzten die Gäste, um das Ergebnis wieder zu ihren Gunsten zu drehen und auf 28:29 zu stellen. Der auffällige Wantke war es, der sich anschließend zum 29:29 durchtankte. Die letzten zwei Minuten waren angebrochen, die die Hornets aufgrund einer Zeitstrafe fast komplett in Unterzahl bestreiten mussten. Doch Tim Giesen parierte stark gegen einen freistehenden Schützen, während die Hornets vorne jedoch den Ball vertändelten. Im letzten Angriff der Gäste verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und zwangen Wülfrath somit zu einem technischen Fehler. Der letzte Ballbesitz gehörte also den Hornets. Und tatsächlich gelang es, Wantke auf außen freizuspielen, der jedoch am gegnerischen Schlussmann scheiterte und seinen insgesamt starken Auftritt leider nicht krönen konnte.

Die Hornets haben ein Wechselbad der Gefühle durchlebt und sich kämpferisch von ihrer besten Seite gezeigt. Trotz des dünnen Kaders haben die verbliebenen Akteure alles in die Waagschale geworfen und einen Punkt erkämpft. Ob es ein verlorener oder gewonnener Punkt gewesen ist, vermochte nach Spielende niemand zu sagen.

Nun steht erst einmal die Karnevalspause an, ehe es am 07.03. auswärts nach Mettmann geht. Bis dahin hofft man im PSC – Lager auf die Genesung und Rückkehr des ein oder anderen Akteurs.

Statistik:

Tor: T. Giesen, Urbanke

Bartsch (4), Koch (4), Wantke (2), Zank (6/4), Heinecke (n.e.), J. Giesen (6), Felser, Gelbke (3), Klück (4/1)